Im Mittelalter lag Murnau an einer wichtigen Verkehrsstraße und bekam 1322 den Markttitel verliehen. Das Murnauer Moos im Süden gab dem Ort seinen heutigen Namen. Der nach Süden offene Marktflecken liegt umgeben von Bergen, nahe dem Staffelsee. Schon im 19. Jahrhundert wurde Murnau als Sommerfrische entdeckt und zog viele Künstler an wie den Architekten Emanuel von Seidl, der wesentlich an der Gestaltung des Ortes beteiligt war. Mitglieder und Begründer der Künstlergruppe "Blaue Reiter" fanden hier in Murnau Bleibe. W.Kandinsky, F.Marc, Jawlensky und A.Macke waren häufige Gäste der Gruppe um G. Münter. Das Wirken dieser KünstlerIn ist dargestellt in dem G. Münter Haus, dem "Russenhaus" und dem Schloßmuseum. Der Schriftsteller Ödön von Horváth, der von 1924 bis 1934 in Murnau lebte, setzte sich in seinen Werken kritisch mit dem Leben und Denken der Menschen von Murnau auseinander.